headerBild
headerBild
headerBild
Logo Oekolog

Schulfilm Gartenbauschule Langenlois
Instagram
GartenbauFACHschule Langenlois auf facebook
English-Info Gartenbauschule
Sponsoren für Schulauto2015

Sem. 041 

29. Langenloiser Staudentage 
22. - 23. Jänner 2020
(Einzeltage sind nicht buchbar!)

Diese traditionsreiche Veranstaltung hat zum Ziel alle Begeisterten rund um die Staudenwelt zu informieren und zu vernetzen. Jährlich versammeln sich an diesen zwei Tagen ca. 160 GärtnerInnen, LandschaftsarchitektInnen und Fachpublikum aus Bildung und Forschung, um Vorträge von internationalen ReferentenInnen zu hören, sich mit lang bekannten Kollegen zu treffen und neue Menschen kennenzulernen. Die Gartenbauschule Langenlois inmitten der berühmten Weinstadt bildet dafür den passenden Rahmen.

Verantwortlicher für Programm und Moderation:

Stefan Kastenhofer
Dobratal 28
3352 St. Peter/Au, www.bognerhof-garten.at

Seminartermin: 
Mittwoch,     22. Jänner 2020       9 - 17 Uhr 
Donnerstag, 23. Jänner 2020       9 - 17 Uhr

Seminarbeitrag:
BAV-Mitglied: € 120,-- (€ 136,-- inkl. Mittagessen) (Mitgliederorganisationen)
Nichtmitglied: € 145,-- (€ 161,-- inkl. Mittagessen)

Zielgruppe:
Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus Gartenbaubetrieben sowie aus GaLaBau-Unternehmen.

Referenten:
Hofmann Till
Freisinger Martin
Barstow Stephen
Hegmann Joachim
Ingold Roger
Wallgram Dagmar Gudrun
Hertle Bernd
Ster Thomas

Stornierung der Teilnahme:
Bis spätestens 3 Tage vor Seminarbegin werden 50 %, bei Nichtteilnahme (ohne Nennung eines Ersatzteilnehmers) wird der volle Seminarbetrag in Rechnung gestellt. 

Bildungsförderung
Für niederösterreichische KursteilnehmerInnen ist nach Ansuchen beim
Land NÖ (http://www.noe.gv.at/bildungsfoerderung) und Erfüllen 
der Voraussetzungen eine Bildungsförderung möglich.    

Anmeldung

Detailprogramm:

Mittwoch 22. Jänner 2020

Stefan Kastenhofer, Bognerhof Gärtnerei, St. Peter/Au
Begrüßung und Eröffnung

Joachim Hegmann, Hegmann Gartengestaltung, Limburgerhof (D)
Experimente mit Staudenwiesen
Angesichts des Klimawandels und Insektensterbens schlagen in der Brust eines Pflanzplaners oft mehrere Herzen. Zum einen möchte er / sie die Gärten und Pflanzungen so naturnah und tierfreundlich wie möglich gestalten. Zum anderen gibt es immer auch wichtige gestalterische Aspekte und nicht zuletzt die Wünsche der Kunden, die berücksichtigt werden wollen. So gibt es manchmal einen inneren und äußeren Kampf zwischen zwei Extremen, einer sehr natürlichen Pflanzung oder Ansaat mit ausschließlich heimischen Pflanzen und einer vielleicht minimalistischen, artifiziellen Gestaltung. In diesem Spannungsfeld sind „meine Experimente mit Staudenwiesen“ entstanden. Andere würden dazu vielleicht ganz einfach „naturalistisch anmutende Pflanzungen“ sagen, oder im schlimmsten Fall „New German Style“.

Parallel zu seinem Beruf als Chemiker in der Industrie beschäftigt sich Joachim Hegmann schon viele Jahre leidenschaftlich mit Pflanzen, insbesondere Stauden, mit Pflanz-Planungen und mit Gestaltung. Erst seit 2015 arbeitet er ausschließlich als Gartengestalter, vorwiegend für private Kunden. Die Lust an der Fotografie und Reisen ist nicht nur für seine Planungen nützlich. Er ist sich sicher, dass diese Passionen auch seinen Vorträgen zu Gute kommen.

Dagmar Gudrun Wallgram, Gartenlandschaften, Klagenfurt
Vom formalen Staudenbeet zur „Wildblumenwiese“ im Garten – Pflanzenverwendung zwischen Zeitgeist und persönlicher Entwicklung
Die von uns geplanten und gestalteten Gärten spiegeln nicht nur die Wünsche, Vorstellungen und Bedürfnisse unserer Kunden und Kundinnen und unseren persönlichen Planungszugang wider, sondern unterliegen auch dem jeweiligen Zeitgeist.
Wie zeigt sich der Zeitgeist in der Gartenplanung des 21. Jahrhundert? Wurde am Beginn der Kulturgeschichte des Gartens die „Wilde Natur“ aus dem Garten ausgegrenzt, so erleben wir seit den 70er Jahren eine Trendumkehr, indem Wildstauden und –gehölze vermehrt in Gärten Einzug halten und eine Biotopfunktion für Pflanzen und Tiere übernehmen. Eine Kulmination dieses Trends fanden wir heuer in FOR FOREST im Klagenfurter Stadion vor. In Ihrem Vortrag versucht sie einen Bogen über Trends vom formalen, streng angelegten Staudenbeet, über Stauden-Gräser Mix Bepflanzung im Kiesbeet, bis hin zur eingesäten natürlich anmutenden „Wildblumenwiese“, zu spannen. Gezeigt werden von ihr geplante Gartenanlagen, sowohl Privatgärten als auch öffentliche Freiflächen, die in den letzten 15 Jahren gestaltet wurden.

DI Dagmar Wallgram absolvierte das Studium der Landschafts- und Freiraumgestaltung in Wien an der Universität für Bodenkultur und ist beruflich als Landschaftsplanerin seit 2005 selbstständig tätig. Ihre Planungstätigkeiten umfassen Privatgärten, öffentliche Freiflächen, aber auch halböffentliche Freiräume für Hotellerie und Gastgewerbe in Österreich, Deutschland, Rumänien und England.

Podiumsdiskussion: Joachim Hegmann, Thomas Ster, Dagmar Wallgram, Marlies Rief
Klimawandel aktuell – Ist der Ziergarten vom Aussterben bedroht?
Können wir es uns leisten, bzw. ist es moralisch vertretbar, dass wir uns in Zeiten wie diesen nur dem Zierwert von Gärten oder einer Sammelleidenschaft widmen?

Stephen Barstow, (NO) www.edimentals.com
Dieses Referat wird in Englisch gehalten! 
Around the World in 80 plants, an edible perennial vegetable adventure
Based on Stephen’s book of the same name, we will hear about a selection of his favourite perennial vegetables which should also grow well in Austria and why we should all be growing more of them.
Stephen is in near-Arctic Norway and has devoted 35 years to trialling over 6,000 different edible plants, most of them perennials, several of which are common ornamentals (edimentals) and any are edible woody plants, so that the garden is recognised today as the most diverse and productive forest garden in Northern Europe and a Permaculture LAND centre. It is unlikely that anyone has tried and eaten so many different species of plants. As a young vegetarian in the 80s he was told it was too cold to grow vegetables, but today believes it’s one of the best places! His megasalads, consisting of 537 species in 2003 and 363 in 2001 earned him the title the "Extreme Salad Man". 

Stephen worked as an ocean wave climatologist for 35 years but took early retirement in spring 2017 to concentrate on plants. He is today a visiting researcher at the Ringve Botanical Garden in Trondheim where he is responsible for a large collection of onions (Allium). He has also led the Norwegian Seed Saver organisation (KVANN, see kvann.org, Norway’s Arche Noah) since 2006.

Bernd Hertle, Hochschule Weihenstephan Triesdorf (D) 
Wechselbeziehung zwischen Konkurrenzstrategie, Bepflanzungstyp und Standort in Staudenpflanzungen
Klimawandel und trocken-heiße Bedingungen in Ballungsräumen führen dazu, dass heute bezüglich der Staudenverwendung oft Pflanzkonzepte empfohlen werden, die einseitig auf Stressstandorte ausgerichtet sind. Abhängig von den jeweiligen standörtlichen Gegebenheiten, aber auch vom Anspruch der Kühlung innerstädtischer Freiräume durch pflanzliche Transpiration erscheint es jedoch sinnvoll, über die Verwendung von Stauden mit unterschiedlichen Konkurrenzstrategien nachzudenken. Zu beachten gilt es dabei stets die quantitativen und qualitativen Pflegemöglichkeiten. Im Vortrag sollen daher die vielfältigen Wechselbeziehungen zwischen Standort, Konkurrenzstrategie und Bepflanzungstyp dargelegt werden. Dies erfolgt durch die Analyse bestehender Staudenpflanzungen an unterschiedlichen Standorten.

Prof. Dr. Bernd Hertle lehrt an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf Freilandzierpflanzen. Er ist Leiter der Weihenstephaner Gärten und Vorsitzender des Arbeitskreises Staudensichtung im Bund deutscher Staudengärtner.

Abends ab 18.00 Uhr: traditionelles Zusammensitzen und Fachsimpeln beim Heurigen "Zum Hauermandl" in Langenlois

Donnerstag, 23. Jänner 2020

Martin Freisinger , Hameter GmbH, Baumgarten
Quergedacht durchs Sortiment, oder: was Kataloge uns verschweigen
Alphabetische Pflanzenlisten sind ein unentbehrlicher Standard, doch in den meisten Fällen verlangt die Praxis einen anderen Zugang zum Sortiment. Es stellen sich Fragen wie: Was ist neu auf dem Markt? Warum ist die eine und nicht die andere Sorte im Sortiment? Was würde der Staudengärtner empfehlen und warum? Anders als im klassischen Staudenkatalog üblich möchte ich das Staudensortiment von Hameter von diesen Seiten beleuchten, einige wenig bekannte Aspekte vorstellen und Neuheiten präsentieren. 

Martin Freisinger ist Garten- und Landschaftsgärtner, Absolvent der HBLFA für Gartenbau, Schönbrunn. Nach einigen Jahren Tätigkeit in Baumschule, GaLa-Bau, und Erwachsenenbildung in Russland ist er zu seinen Kerninteressen zurückgekehrt, den Pflanzen. Seit 2017 beschäftigt er sich in der Staudengärtnerei Hameter mit IT-Fragen, Sortimentspflege und Arbeitsprozessen.

Till Hofmann, Die Staudengärtnerei, Rödelsee (D)
"Wind, Hitze und kaum Regen, Staudenvielfalt in Unterfranken - Müssen wir auf durstige Prachtstauden verzichten?"
Es wird wärmer, trockener, unberechenbarer, der Klimawandel fordert uns heraus. Dem zu Trotz wagten wir ab Jahresende 2016 den Umzug unserer Staudengärtnerei vom moderat feuchten Odenwald ins trockene, deutlich kontinentaler geprägte Unterfranken.
Unsere Sortimente hatten schon seit vielen Jahren einen Schwerpunkt in den trockenen Lebensbereichen. Steppen, Prärien und der mediterrane Raum bieten schließlich reichlich, auch für Hitzesommer geeignetes Pflanzenmaterial.
Aber was geschieht mit den an Feuchtigkeit gebundenen Sortimenten für das opulente Blumenbeet oder die feuchten Freiflächen? Im Vortrag möchte ich zeigen wie wir diesen Herausforderungen am neuen Standort begegnen.

Gemeinsam mit Fine Molz betreibt Till Hofmann „Die Staudengärtnerei“. Davor war er als langjähriger Obergärtner im Hermannshof bei Cassian Schmidt tätig. Eine über zehnjährige Lehrtätigkeit an der Fachschule Heidelberg und zahlreiche Veröffentlichungen in Fachbüchern und Zeitschriften vervollständigen sein berufliches Schaffen.

Podiumsdiskussion: Christian Kress, Till Hofmann, Doris Minich, Eva Bauer
Bildungslücken, Wissenslücken, Sortimentslücken, Asphaltlücken – Wie können wir uns als Gärtner in Zukunft positionieren? 
In Zeiten, wo immer mehr Branchenfremde sich mit Grün schmücken und damit Geld verdienen stellt sich die Frage, ob wir Gärtner auf dem richtigen Weg sind, was Ausbildung, Sortimensgestaltung und Öffentlichkeitsarbeit anbelangt.

Roger Ingold, Ingold Gartenbau und Begrünungen AG, Oberwil-Lieli (CH)
Moose - eine unterschätzte Pflanzenart mit großem Zukunftspotential in der Gartengestaltung und Klimaverbesserung
Moosbegrünungen haben die Menschen immer fasziniert. Leider wird in der Gartengestaltung das große Potential viel zu wenig beachtet. Wer es dennoch schon versucht hat, muss zuerst mit Misserfolgen rechnen. Auch wir lernten nach über 10-jähriger Erfahrung täglich immer wieder dazu. 
Mit seinem Vortrag möchte Roger Ingold das Thema Moosbegrünung näherbringen. Standort, Aufbau Untergrund, Bewässerung, Moosarten, Pflege und faszinierende Projekte werden vorgestellt. 
Ingold Gartenbau befasst sich nicht nur intensiv mit Moosbegrünungen, sondern auch mit Gebäudebegrünungen. In diesem Jahr durften sie in der Schweiz das größte begrünte Gebäude von über 70 m begrünen. Es wurden über 8 m große Eichen, 200 Sträucher, 1700 Kletterpflanzen und über 14000 Stauden gepflanzt.

Vor genau 30 Jahren hat das Ehepaar Ingold den Betrieb für Gartenbau und Begrünungen in Oberwil-Lieli zum Leben erweckt. Roger Ingold, eidg. Dipl. Obergärtner und Chef Instruktor von Jardin Suisse im Bereich Schneiden und Pflegen von Sträuchern, Solitärgehölzen, Kletterpflanzen, Bambus etc., zeichnet sich, seit der Mitarbeit des gemeinsamen Sohnes Ramon, hauptsächlich für die Bereiche Bau, Planung und Spezialbegrünungen verantwortlich.

Thomas Ster, Ehem. Stadtgartendirektor, Graz
Zentralasiatische Gebirge, Heimat der Steppenkerzen
Neben faszinierenden Landschaften, das karge Leben der Menschen am Dach der Welt wird der Vortrag die Steppen- und Hochgebirgsflora insbesondere Eremurus, Iris, Tulpen u.a. vorstellen.

Zunächst 20 Jahre techn. Leiter des Botanischen Garten Graz, dann 20 Jahre Stadtgartendirektor von Graz. Viele Jahre in der Ausbildung der Gärtnermeister f. Stmk und Kärnten - Bereich Gartengestaltung, insbesondere Staudenverwendung. Seit meiner Tätigkeit im BG beschäftige ich mich intensiv mit Stauden und Verwendung von Stauden in der Gestaltung, insbesondere mit Gebirgspflanzen, speziell mit Zentralasien.

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit der Auswahl der Referenten wieder ein attraktives Programm bieten können und freuen uns auf Ihre Teilnahme.

Änderungen im Programm vorbehalten!