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Sem. 040 

7. Langenloiser Gehölztag
21. Jänner 2020

Gehölze sind unverzichtbarer Bestandteil unserer Gartenanlagen. Seit Jahrhunderten beschäftigt uns ihre Gestalt und ihr Wachstum in der Gestaltung von Grünräumen. Der oftmaligen langen Entwicklungsdauer bis zur endgültigen Form sind wir verpflichtet, uns ausführlich mit der Verwendung von Gehölzen und deren Lebensgemeinschaften auseinanderzusetzen. Als Ergänzung zu den traditionellen Langenloiser Staudentagen wollen wir mit diesem Programm die Pflanzenverwendung komplettieren.

Verantwortlicher für Programm und Moderation:
Stefan Kastenhofer, Dobratal 28
3352 St. Peter/Au
www.bognerhof-garten.at

Seminartermin:
Dienstag,     21. Jänner 2020       9 - 17 Uhr

Seminarbeitrag:
BAV-Mitglied:  € 115,-- (€ 123,-- inkl. Mittagessen) (Mitgliederorganisationen)
Nichtmitglied: € 138,-- (€ 146,-- inkl. Mittagessen)

Stornierung der Teilnahme:
Bis spätestens 3 Tage vor Seminarbegin werden 50 %, bei Nichtteilnahme 
(ohne Nennung eines Ersatzteilnehmers) wird der volle Seminarbetrag in Rechnung gestellt. 

Bildungsförderung
Für niederösterreichische KursteilnehmerInnen ist nach Ansuchen beim
Land NÖ (http://www.noe.gv.at/bildungsfoerderung) und Erfüllen 
der Voraussetzungen eine Bildungsförderung möglich.    

Zielgruppe:
Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus Gartenbaubetrieben sowie aus GaLaBau-Unternehmen.

Anmeldung 

Detailprogramm:

Peter Steiger , Rodersdorf (CH)
Die Wälder Österreichs und ihre Bedeutung für die Praxis im naturnahen Garten
Das Waldkleid Österreichs ist dank unterschiedlichen Landschaftsräumen und Lokalklimata, in Verbindung mit einem oft gebirgigen Relief, ausgesprochen abwechslungsreich. In tieferen Lagen dominieren Buchenwälder, mit zunehmender Höhe von Tannen-Buchen und Tannen-Fichtenwäldern abgelöst. Auf Sonderstandorten erscheint eine breite Palette von spezialisierten Waldgesellschaften, die von föhnbeeinflussten Lindenwäldern Vorarlbergs und Erika-Kiefernwälder Tirols zu den subalpinen Lärchen-Zirbenwälder und hinunter zu den Mannaeschenwäldern Südkärntens, den Auenwäldern Niederösterreichs bis zu den pannonischen Zerreichenwäldern Burgenlands reicht. Ein Spaziergang in Bildern zeigt diesen Reichtum der Waldflora zwischen Boden- und Neusiedlersee.

Im Zeichen der Biodiversität bekommt die naturnahe Gartengestaltung mit standortheimischen Gehölzen eine verstärkte Bedeutung. Es kann daher interessant sein sich die lokalen Schönheiten und Besonderheiten der Gehölzflora Österreichs ins Bewusstsein zu rufen und beispielsweise in Graz Pfeifenstrauch Philadelphus coronarius vom isolierten Wildvorkommen in der steirischen Weizklamm zu verwenden oder im Waldviertel den attraktiven Weidenblättrigen Spierstrauch Spiraea salicifolia.

Peter Steiger ist freischaffender Landschaftsarchitekt in Rodersdorf bei Basel, Schweiz. Anspruchsvolle Wildstauden- und Gehölzpflanzungen in naturnahen Gärten beschäftigen ihn ebenso wie Umweltverträglichkeitsprüfungen, Waldreservatskonzepte und die Rote Liste der Waldgesellschaften der Schweiz. Autor der Gehölzenzyklopädie Mitteleuropas „Esche, Espe oder Erle?“, Dozent für naturnahe Gartengestaltung an der Hochschule Wädenswil und Naturreiseleiter für die britischen Greentours.

Björn Ehsen, Park der Gärten und Lehr- und Versuchsanstalt Bad Zwischenahn (D)
Sortenempfindlichkeit von Buxus gegenüber dem Buchsbaumblattfall und Buxus-Alternativen
Obwohl der Buchsbaum schon seit längerer Zeit vom Blattfall (in Deutschland seit 2004) und vom Zünsler (in Deutschland seit 2006) befallen wird, wurde der Ruf nach Alternativen erst in den letzten Jahren deutlich lauter. Einen gleichwertigen »Ersatz« für den vormals robusten »Alleskönner« Buxus gibt es leider nicht. Zurzeit laufen in der Lehr- und Versuchsanstalt Bad Zwischenahn und an mehreren anderen Standorten in Deutschland umfangreiche Versuche zu den Eigenschaften verschiedener Buchsbaum-Sorten und denen von Pflanzen, die sich als Alternativen eignen könnten. Die Versuche werden noch einige Jahre in Anspruch nehmen, der aktuelle Stand der Kenntnisse wird dargestellt.

Björn Ehsen ist gelernter Baumschulgärtner und Gartenbauingenieur, seit 1996 Versuchsingenieur für die Gehölzsichtung an der Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau Bad Zwischenahn der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Seit 2003 auch Gärtnerischer Leiter des „Park der Gärten“, Deutschlands größter Mustergartenanlage und Schaufenster des Niedersächsischen Gartenbaus.

Wolfgang Borchardt, Langjähriger Professor FH Erfurt, (D)
Die Kunst der freien Hecke - Vielfalt professionell planen
Von einer frei wachsenden Hecke wird gewöhnlich auch ästhetische Vielfalt und ein ökologischer Mehrwert erwartet; am besten durch alle Jahreszeiten. Dabei gilt es, unterschiedliche Gehölzgestalten so „unter einen Hut“ zu bringen, dass sie sich ergänzen und nicht etwa gegenseitig Konkurrenz machen: Eine anspruchsvolle Aufgabe! Im Vortrag werden verschiedene Planungsmodelle vorgestellt.

Wolfgang Borchardt (*1952) hat in Dresden den Beruf des Landschaftsgärtners erlernt. Nach seiner Promotion an der Humboldt-Universität Berlin wurde ihm 1991 die Leitung des Fachbereichs „Garten- und Landschaftsbau“ sowie der Fachschule an der neu gegründeten „Lehr- und Versuchsanstalt Gartenbau“ in Erfurt übertragen. 2002 bis 2019 hat er das Lehrgebiet „Pflanzenkunde/Pflanzenverwendung“ in der Fachrichtung Landschaftsarchitektur an der FH Erfurt vertreten. Nunmehr im Ruhestand, ist sein Interesse für die Gestaltungsmöglichkeiten mit Pflanzen in Garten und Landschaft ungebrochen.

Johannes Rabensteiner , Graz
Über die Maulbeerbäume: Vielfalt, Verwendung und Kulturgeschichte der Gattung Morus
Sie sind Zeugen längst vergangener Zeiten: die Maulbeerbäume in unserer Kulturlandschaft. Bekannt sind hierzulande vor allem die zwei Arten Morus alba („Weiße Maulbeere“) und Morus nigra („Schwarze Maulbeere“). Oft werden sie jedoch verwechselt, denn nicht die Farbe der Früchte allein bestimmt die Artzugehörigkeit. Doch es gibt auch eine ganze Reihe anderer interessanter Arten aus dieser Gattung, die auch in Mitteleuropa gedeihen können. Die Kulturgeschichte der Maulbeerbäume ist beeindruckend, die Sortenvielfalt groß und die Verwendungsmöglichkeiten sind unerschöpflich, ob als dekoratives Gartengehölz, als Wildobst, als Heilpflanze, als Seidenraupenfutter oder zur Holzgewinnung.

Johannes Rabensteiner (*1985), Studium der Botanik, beschäftigt sich seit 15 Jahren intensiv mit Fruchtgehölzen, darunter v.a. Maulbeerbäumen und war an verschiedenen Projekten zu dieser Gattung in Slowenien, Ungarn und Albanien beteiligt.

Dieses Referat wird in englischer Sprache gehalten!
Stephen Barstow, (NO), www.edimentals.com
An introduction to Norway’s Edible Garden with focus on trees and shrubs 
In Stephen’s first of two talks we will hear about how an unlikely site on a rocky hillside evolved to a productive forest garden and the woody plants that grow well here providing almost all of his fruit.
Stephen is in near-Arctic Norway and has devoted 35 years to trialling over 6,000 different edible plants, most of them perennials, several of which are common ornamentals (edimentals) and any are edible woody plants, so that the garden is recognised today as the most diverse and productive forest garden in Northern Europe and a Permaculture LAND centre. It is unlikely that anyone has tried and eaten so many different species of plants. As a young vegetarian in the 80s he was told it was too cold to grow vegetables, but today believes it’s one of the best places! His megasalads, consisting of 537 species in 2003 and 363 in 2001 earned him the title the "Extreme Salad Man".

Stephen worked as an ocean wave climatologist for 35 years but took early retirement in spring 2017 to concentrate on plants. He is today a visiting researcher at the Ringve Botanical Garden in Trondheim where he is responsible for a large collection of onions (Allium). He has also led the Norwegian Seed Saver organisation (KVANN, see kvann.org, Norway’s Arche Noah) since 2006 Stephen worked as an ocean wave climatologist for 35 years but took early retirement in spring.