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Kreativ friedvoller Garten

Ein Friedhof symbolisiert jedes Jahr aufs Neue eine Art der Wiedergeburt und des Neubeginns, so auch im
1. Schaufriedhof Europas, der nach „Natur im Garten“ Kriterien gestaltet wurde.

Nachdem im letzten Jahr der Schaufriedhof erfolgreich eröffnet wurde, ist hier nun die Neubepflanzung mit besonderem Wert auf österreichische Produkte in vollem Gange. Der 4. Jahrgang mit Schwerpunkt Floristik und Zierpflanzenbau hat sich hier unter der Leitung von FL Thomas Weyrich und Gtm. Christian Kittenberger besonders farbenfrohe und passende Kombinationen einfallen lassen. Mit Bellis, Vergissmeinnicht, Goldlack, Polsterphlox, Hornveilchen, Tulpen, Ranunkeln und Traubenhyazinthen wurden auf das jeweilige Grabmal farblich abgestimmte Bepflanzungsvarianten entworfen. „Besonders wichtig war hier, dass die Schülerinnen und Schüler ihre eigenen Entscheidungen treffen konnten,“ erklärte FL Thomas Weyrich und meinte weiter, „Wie in der Praxis tagtäglich angewendet, wurden neben Entwürfen auch Entscheidungen vor Ort getroffen und die Bepflanzungen gegebenenfalls neu kombiniert. Diese Kompetenz Entscheidungen im Sinne des Kunden aber auch der vorhandenen Produkte aus Österreich zu treffen ist eine bedeutende Qualifikation eines gut ausgebildeten Facharbeiters.“

Es wurden keine großflächigen Auspflanzungen vorgenommen, sondern freie Flächen neugestaltet. Der Boden wurde nach den Richtlinien von Natur im Garten mit Biovin Bodenaktivator und sandig abgelagertem Kompost aufgewertet. In Abstimmung mit der vorhandenen Dauerbepflanzung und dem saisonal wechselnden Blumenensemble wurde eine sinnvolle Variation gestaltet. Entsprechend der Jahreszeit setzten die Schülerinnen die floristischen Vasenfüllungen gekonnt um. Hier sollten die kreativen Möglichkeiten zum Nachdenken anregen und neue Gestaltungsmöglichkeiten aufzeigen. Die Pflege aber auch Neuanlage der einzelnen Schaugräber ist jedes Jahr nicht nur Wünschen der Kunden, sondern auch Trends unterlegen und fordert die Kreativität der hier zusammenarbeitenden Berufsstände. Diese Vorgaben wurden von den Schülern mit Rücksicht und Professionalität fachgerecht umgesetzt.

Die verwendeten Materialien zeugen von höchster Qualität und haben den durchaus harten Winter hervorragend überstanden.

„Die Natur ist mit einer „kleinen“ Hilfe der Gärtner doch der größte Gestalter“, sind sich Gtm. Christian Kittenberger und Dir. Franz Fuger einig und meinen weiter, „Durch die Pflanzen und Materialien der österreichischen Gärtner und Steinmetze konnte hier Vorbildliches geschaffen werden.“

Die saisonal wechselnde Bepflanzung und floristische Gestaltung der Schaugräber wird immer wieder in den Unterricht eingebunden und sorgt so für eine anmutende Abwechslung. Gerade aktive Gärtner und die Standesvertretung haben die Eröffnung beim vergangenen Tag der offenen Tür der Gartenbauschule gut angenommen und so auf die Bedeutung der Ausbildung aber auch auf die Verwendung österreichischer Produkte abseits der Lebensmittelproduktion hingewiesen. Begeistert sind die Schülerinnen und Schüler, was mit heimischen Produkten an Gestaltung und Kreativität möglich ist. „Natürlich wird viel Ware auch unter Umständen zugekauft“, wissen Stefanie Kral und Milena Leitinger (FS 4a) merken aber weiter an, „An der Gartenbauschule lernen wir aber, ökonomisch und ökologisch richtig zu produzieren und die eigenen Produkte aus der Lehrgärtnerei oder aus anderen österreichischen Betrieben kreativ und schön zu verwenden.“

Die Schaugärten am Rosenhügel werden von vielen Besucherinnen und Besuchern das ganze Jahr über gerne besichtigt. Nicht nur Hochzeiten, sondern auch Sport- und Teambewerbe finden in den Schau- und Lehrgärten der Gartenbauschule statt und sorgen so für eine rege Frequenz. So wird auch der Schaufriedhof bei den Besichtigungen von internationalen Gruppen gerne gezeigt. 

Dir. Franz Fuger(Gartenbauschule Langenlois), Ing. Leo Bonigl (Friedhofsgärtner), Ing. Thomas Weyrich (Lehrer der Gartenbauschule)

Von Links: Vorne 4 Schülerinnen: Milena Leithinger, Kerstin  Scheibelberger, Stefanie Kral, Emilie Mayerhofer
Hinten: Dir. Franz Fuger, Gtm. Christian Kittenberger und Manuela Tscheppen (Mitarbeiter Gartenbauschule), Ing. Leo Bonigl (Friedhofsgärtner), Ing. Thomas Weyrich (Gartenbauschule), Judith Scheidl (Lehrling der Gartenbauschule)